Donnerstag, 21. September 2017

Chronik

Die Freiwillige Feuerwehr Bissingheim

 

Die Gruppe 1930Schon kurz nach dem Bau der Siedlung Rheinisch-Bissingheim wurde am 21.09.1921 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Es waren 15 Männer, die sich zusammengeschlossen hatten, um den Einwohnern der neuen Siedlung in Not und Gefahr Hilfe zu bringen. Unter der Leitung des gewählten Brandmeisters Friedrich von Berg vollzog sich schnell der Aufbau der Feuerwehr. Die Bürgermeisterei Angermund, zu der Rheinisch-Bissingheim gehörte, unterstütze die neue Wehr. Die Ausrüstung der neuen Feuerwehr wurde am 15. Juni 1922 geliefert. Der erforderliche Betrag von 4.225,15 Reichsmark wurde durch Spenden aufgebracht. Die Bürgermeisterei stellte zusätzlich einen Leiterwagen zur Verfügung.

Die Freiwillige Feuerwehr erhielt die Bezeichnung 6. Löschzug Rheinisch-Bissingheim. Eine Hauptaufgabe war nun die Ausbildung, um eine schlagkräftige Gruppe zu erhalten. Neben dieser Aufgabe wurde die Geselligkeit nicht vergessen. Durch Vorträge über die Deligiertenversammlungen wurden die Angehörigen geschult.

 

Der Brandmeister von Berg legte 1926 sein Amt nieder und Ferdinand Achten wurde zu seinem Nachfolger als Brandmeister gewählt. Unter seiner Leitung erhielt die Wehr die zulässige Stärke von 25 Mann. Durch viele kleine Einsätze, z.B. Wasser aus Kellern pumpen, wuchs das Ansehen der Feuerwehr immer mehr. Die Siedlung wurde immer größer und nach der Eingemeindung in Duisburg-Bissingheim umbenannt. Nachdem der Krieg ausgesprochen war wurden Aufgaben immer größer. Tag und Nacht standen die Männer bereit zu helfen und zu schützen.






Nach Ende des Krieges begann auch für die Freiwillige Feuerwehr Bissingheim ein neuer Zeitabschnitt. Durch den tatkräftigen Einsatz des Brandmeisters Achten erhielt die Wehr nach einem Jahr ein Löschfahrzeug LF8 mit einer TS8 in einem Anhänger. 1948 wurde Brandmeister Achten zum Oberbrandmeister befördert und infolge dieser Beförderung konnte Josef Kiefer zum Brandmeister und Gruppenführer 2 ernannt werden.

Die Gruppe 1955


Durch Erweiterungsarbeiten an der Schule mußte der Steigerturm abgerissen und der Unterstellraum für das Fahrzeug geräumt werden. Für die Gruppe Wedau-Bissingheim wurde 1963 ein neues Gerätehaus mit einem Steigerturm an der Bissingheimer Straße durch die Wohnungsgesellschaft Ruhr-Niederhein gebaut. Ein neues Fahrzeug LF8-TSA konnte bei der Einweihung des Spritzenhauses übergeben werden.

Die Gruppe 1966


StiffelBrandmeister Kiefer mußte 1965 wegen Krankheit vom aktiven Feuerwehrdienst zurücktreten. Als sein Nachfolger wurde Werner Lüderitz zum Gruppenführer gewählt. Er führte die Gruppe bis 1972 und wurde zum Zugführer des Löschzuges 710 gewählt.


Im Jahre 1972 übernahm Brandmeister Günter Stiffel die Gruppe 702 Duisburg-Bissingheim und leitete sie mit sehr großem Erfolg bis zum Jahre 1989. Sein Ausscheiden in die Altersriege wurde mit großem Bedauern angenommen. Günter Stiffel war sehr beliebt in der Gruppe und hatte hohes Ansehen. Er konnte zu diesem Zeitpunkt auf eine 40-jährige Zugehörigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr, und auf eine 17-jährige Tätigkeit als Gruppenführer zurückblicken.

1989 bekam auch die Gruppe ein neues Löschfahrzeug LF16 TS als Ergänzung zum damaligen Löschgruppenfahrzeuges LF16. Es ermöglichte der Feuerwehr ein noch besseres Eingreifen bei möglichen Waldbränden und langen Wegstrecken der Wasserversorgung. Als neuer Gruppenführer wurde Hans Dieter Schmitz gewählt. Fortschritt und Wohlstand haben die Einsatzfreudigkeit und Zuverlässigkeit der Wehr nicht geschmälert. Die Einführung der Funkmeldeempfänger löste die lästige Sirenenalarmierung ab. Manch Bissingheimer Bürger hatte sich schon Gedanken gemacht, wie die Feuerwehr jetzt alarmiert wird. Die Sirenen blieben ruhig. Doch man sollte sich keine Sorgen machen, die Einsatzbereitschaft konnte um das zweifache gesteigert werden.

Die Gruppe 1989


Die Gruppe 702 Bissingheim hat eine momentane Mannschaftsstärke von 23 Feuerwehrleuten. Die Ausbildung wurde in den letzten Jahren so gestaltet, daß die Feuerwehr mit der modernsten Technik und den daraus folgenden Gefahren der heutigen Zeit standhalten kann.

Im Jahre 2001 trat Oberbrandmeister HD Schmitz aus gesundheitlichen Gründen vom aktiven Dienst in der FF zurück.Thomas Loch wurde zum neuen Löschgruppenführer gewählt und ernannt. Die Kameraden Markus Kranz und Thorsten Hinrichs rückten als 1. und 2. stellvertretender Löschgruppenführer nach.

Im Jahr 2002 wurde die Laufbahnverordnung der ehrenamtlich Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr des Landes NRW geändert. So konnte Thomas Loch, nach durchgeführter Wahl zum stellvertretenden Zugführer, erneut einen weiteren Lehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster besuchen. Nach erfolgreichem Abschluss wurde er 2004 befördert und ging somit als erster ernannter Brandinspektor in der Geschichte der LG 702 ein.

Um die Bevölkerung hinsichtlich des Brandschutzes weiterhin aufzuklären, wurde im Jahre 2006 ein „Feuerwehr – Tag“ durch den Löschzug 710 auf dem Schulhof des GGS ausgerichtet. Der Löschzug stellte hierbei die Arbeit und einige Fahrzeuge der Feuerwehr vor und wurde bestens von Kameraden der Berufsfeuerwehr und der Jugendfeuerwehr unterstützt. Diese Veranstaltung wurde von den Bissingheimern sehr gut angenommen und konnte als Erfolg verbucht werden.

Gruppe 2004


Und dennoch gilt seit uralter Zeit der Wahlspruch der Feuerwehr:

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!"